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Baltische Republik, 64 600 km², 2,3 Mio. Einwohner, Hauptstadt Riga. Das zwischen Litauen, Weißrussland, Russland und Estland gelegene Lettland ist geprägt von einer wald- und seenreichen Hügellandschaft mit vielen Mooren und Sümpfen. Die Landwirtschaft ist im Übergang von kollektivierten Großbetrieben zu privatwirtschaftlichen Strukturen, auch die Industrie (Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Textil- und Nahrungsmittelindustrie) wird seit der Unabhängigkeit nach westlichem Muster umstrukturiert. Die Bevölkerung Lettlands besteht gut zur Hälfte aus baltischen Letten, dazu ein starker Anteil an Russen, Weißrussen und kleineren polnischen und litauischen Minderheiten.
Bis ins 18. Jh. gehörte Lettland zu Livland; unter den russischen Zaren entstand im 19. Jh. eine lettische Nationalbewegung, die zunächst die kulturelle Eigenständigkeit des Landes förderte. 1918 wurde Lettland im Gefolge von Oktoberrevolution und den dadurch im Baltikum ausgelösten Kämpfen unabhängig, wobei sich die bürgerlichen Kräfte 1920 durchsetzten. Bis zur Okkupation des Baltikums durch die UdSSR 1940 war Lettland selbstständige Republik, danach Sowjetrepublik. Im Mai 1990 verkündete Lettland seine Unabhängigkeit (1991 von Russland/Sowjetunion anerkannt). Beitritt zur NATO 2004, zur EU im gleichen Jahr.